Allparteilichkeit





Allparteilichkeit bezeichnet eine Haltung der Bereitschaft zur Identifikation und Parteilichkeit mit allen an einem System oder einem Konflikt beteiligten Personen.[1]



 

Die Allparteilichkeit ist eine Haltung, die ein Moderator (bzw. Konfliktmoderator, Mediator, Schlichter, Coach oder Therapeut) im Rahmen von Konfliktmoderation, Mediation, Schlichtung, systemischer Organisationsberatung, systemischer Therapie oder Familientherapie einnimmt. 


Allparteilichkeit bedeutet dabei konkret, dass Moderatoren „die Anliegen und Erwartungen aller Parteien zu verstehen und das gegenseitige Verstehen zu vermitteln versuchen“ und dadurch „wenn notwendig, den Parteien helfen, ihre Anliegen zu artikulieren und zu begründen“.[2] Die Allparteilichkeit erfordert seitens des Moderators innere Flexibilität, Empathie und die Fähigkeit, eigene Belange zurückzustellen.[1][3]
Das Konzept wurde im US-amerikanischen Raum von Iván Böszörményi-Nagy im Rahmen seiner Arbeit mit Familien entwickelt (engl. multi-directed partiality) und als Grundlage seines Ansatzes der kontextuellen Therapie gefordert.[4] Das Konzept wurde später auch als Grundlage der Mediation hervorgehoben (engl. multipartiality bzw. omnipartiality).
In der Familientherapie und Sozialarbeit wird gegebenenfalls von der Allparteilichkeit oder Neutralität abgewichen und im Sinne des Kindeswohls für das Kind bzw. den Jugendlichen Partei genommen.



Abgrenzung zur Neutralität

 

Die Allparteilichkeit wird von der Neutralität oder Unparteilichkeit unterschieden. Bei der Neutralität oder Unparteilichkeit besteht eine emotionale Distanz[5] und es wird für keine der Parteien Partei ergriffen. Bei der Allparteilichkeit hingegen wird ohne Bevorzugung einer Partei mit jedem der am Konflikt oder System Beteiligten zu gegebenem Zeitpunkt empathisch interagiert.[6] Allparteilichkeit heißt nicht, im Wechsel für die eine und für die andere Seite Partei zu ergreifen.[2] Es gilt jedoch als zulässig, dass ein Mediator (oder einer der Mediatoren innerhalb eines Mediatorenteams) zeitweilig insofern Partei ergreift, als dass er einer der Parteien besondere Unterstützung zukommen lässt.[7] Allparteilichkeit verlangt (distanzierte) Neutralität auf der Sachebene aber keine (distanzierte) Neutralität auf der Beziehungsebene.[8]

Angesichts dessen, dass die Allparteilichkeit eine innere Haltung ist und insofern nur schwer beobachtet und überprüft werden kann, wird in der systemischen Beratung teils mehr auf Neutralität im Sinne der erzielten Wirkung Wert gelegt.[1][9]
Zwischen Neutralität und Allparteilichkeit unterschieden wird auch bezüglich der gerichtlichen und außergerichtlichen Konfliktbeilegung: Von einem Richter wird Neutralität erwartet, mit Bezug auf einen Schlichter oder Mediator wird hingegen oft das Erfordernis der Allparteilichkeit genannt.

(Quelle Auszüge:Wikipedia)

Nachbarschaftsstreit


 

Es beginnt bei Fußmatten, geht über Zank um den Laubsauger und endet im Hass. Manchmal kann nur noch ein Mediator helfen. Allzu häufig enden die Streitigkeiten unter Nachbarn aber vor Gericht.

 



Mehr als eine halbe Million Gerichtsverfahren zerstrittener Nachbarn finden jedes Jahr in Deutschland statt. Jeder dritte Erwachsene hat hierzulande bereits mindestens einen Nachbarschaftsstreit hinter sich.
Am häufigsten wird der Zwist unter Nachbarn in Deutschland durch ruhestörenden Lärm und Krach ausgelöst. Unter den Top-10-Themen, die zu Klagen führen, folgen missachtete Nachbarschaftspflichten, nervende Gerüche, Haustiere, Unfreundlichkeit, störende Besucher, lästiger Zigarettenrauch und körperliche Freizügigkeit.  
(Quelle Welt)



Nicht gleich vor Gericht ziehen 

 

Die deutschen Zivilgerichte ächzen unter einer immer größeren Fall-Last. Ein Ast der über den Zaun aufs Nachbargrundstück reicht, ein vermeintlich falsch geparktes Auto oder eben Prozesse wegen Nichteinhalten der Ruhezeiten: Gründe für Prozesse unter Nachbarn gibt es zu Hauf. Doch wirklich gewinnen kann in einem solchen Gerichtsvorhaben eigentlich niemand. Kläger und Beklagter investieren viel Geld und Nerven in einen Rechtsstreit und wenn dieser beschieden endlich wird, geht der Verlierer nicht selten mit Revanche-Gedanken aus dem Gerichtssaal. Der nächste Prozess lässt dann oft nicht lange auf sich warten. Ein Klagegrund ist schließlich schnell gefunden.


Mediation als Alternative zum Prozess 

 

Besser ist es, das Nachbarschaftsverhältnis gar nicht erst in diesen Abwärtsstrudel geraten zu lassen. Ein offenes Gespräch im freundlichen Tonfall zur rechten Zeit, kann manch ausufernden Nachbarzwist von vorn herein vermeiden helfen. Und auch wenn gute Worte anfangs scheitern, muss es nicht gleich der Weg zum Anwalt sein.


Gegenseitiges Verständnis hilft beim Lösen von Konflikten 

 

Anders als vor Gericht geht es im Mediationsverfahren nicht darum einen Schuldigen auszumachen, sondern mehr Verständnis für das Gegenüber zu erwecken. Wenn Lärm die Streitursache ist, könne eine Maßnahme beispielsweise darin bestehen, den Lärmverursacher in die Wohnung des Beschwerdeführers einzuladen. Dort erlebe er dann, wie sich die Alltagsgeräusche aus seiner Wohnung für den Nachbarn anhören - und erkennt so oft, dass dieser ihn nicht aus Bösartigkeit ständig mit seinem Ruhebedürfnis nervt, sondern deshalb, weil sich bestimmte Geräusche tatsächlich störend in seine Wohnung übertragen. Die Nachbarn lernen einander kennen und die individuelle Situation des jeweils anderen verstehen. Viele Konflikte können so ohne Gerichtskosten im Einvernehmen gelöst werden.

(Quelle Auszüge: zuhause.de, ots, dpa-tmn)






                          Mediation Klicke HIER für mehr



 
Christina Trautmann, Coaching für Schmerzpatienten, Systemischer Coach, MediAtorin, Mediation, Coaching, Sensorium AG  

Mediation und Fristenhemmung bei laufenden Verfahren






Eine Mediation wird idealerweise vor einem Prozess oder Gerichtsverfahren durchgeführt. Dennoch kommt es vor, dass Klagende und Beklagte bzw. Beschuldigte sich während des laufenden Verfahrens für die kostengünstigere und nachhaltigere Variante einer Mediation entscheiden.




Fristenhemmung bei laufenden Verfahren. Es gibt in Deutschland keine mir bekannte Regelung dazu. So müßte dies beim zuständigen Gericht beantragt werden. Bei Güterichtern, allerdings sind diese gerichtsnah und nicht externe Mediatoren, wird die Frist gehemmt. 
In Österreich und in der Schweiz ist man da schon weiter und die Frist wird bei eingetragenen Mediatoren und im laufenden Verfahren gehemmt, wenn dies gewünscht wird.



© Christina Trautmann
Christina Trautmann, Systemischer Coach, MediAtorin, Mediation, Coaching, Sensorium AG

Elterntrennung und PAS - Eltern-Kind-Entfremdung - Parental Alienation - Hostile Aggressive Parenting - Parentectomy


PAS ist kein Elternstreit, sondern der systematische Missbrauch des Kindes, der zu schweren Fehlentwicklungen und langfristigen, oft nicht mehr gutzumachenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann.“
(ÖSTERREICHISCHE ÄRZTEZEITUNG 10.09.2004)

Siehe bitte auch KiMiss-Studie Uni Tübingen 2012


Der amerikanische Kinderarzt Dr. Richard Gardner hat erstmals 1998 PAS beschrieben.
Dabei nimmt ein Elternteil das Kind bewußt oder auch unbewußt vollkommen in Besitz und benutzt es unter Umständen als Waffe gegen den anderen Elternteil mit dem Ziel, die Beziehung zum anderen Elternteil zu zerstören. Der andere Elternteil wird denunziert und ausgegrenzt.

PAS zeigt klar den psychischen Missbrauch von Kindern auf.
Siehe dazu die entsprechenden ICD-10 /2010 Codes:


• T74.3 psychischer Missbrauch/
T74.9
Missbrauch von Personen, nicht näher bezeichnet
• Z 61, Z 62, Z 63: Kontaktanlässe mit Bezug auf Kindheitserlebnisse

 
Dr. Gardner verweist auf die Wichtigkeit von Interventionsstrategien gegen den ausgrenzenden Elternteil. Da es sich bei PAS nicht um einen Elternstreit handelt, sondern ein Aggressor (meist der obsorgeberechtigte Elternteil) das Kind emotional missbraucht mit dem Ziel, den Kontakt zum anderen Elternteil auf Dauer abzubrechen.



Das PAS-Krankheitsbild besteht im Wesentlichen aus 3 Symptomen:

1.) Eine gezielt herbeigeführte Symbiose mit dem Kind, bis das Kind nur mehr fühlt und das äußert, was der manipulierende Elternteil von ihm will. Hier spielen narzisstische Bedürfnisse des obsorgeberechtigten Elternteils eine zusätzliche Rolle.

2.) Gleichzeitige Ausgrenzung des anderen Elternteils mit allen Mitteln, mit dem Ziel, die emotionale Beziehung des Kindes zum ausgegrenzten Elternteil zu zerstören. Das Kind wird hier massiv manipuliert.

3.) Einbindung und Missbrauch von Sozialarbeitern, Gerichtssachverständigen, Richtern, Anwälten, Psychotherapeuten, neuen Lebenspartnern und Lehrern mittels Täuschung und Opferrolle. Die kreativen Möglichkeiten, den nicht obsorgeberechtigten Elternteil schlecht zu machen, sind unerschöpflich. Der ausgrenzende Elternteil lügt und legt die Dinge so dar, dass ein völlig falscher Eindruck gegeben wird. Diese Lügen sind mit etwas Nachforschungsaufwand leicht widerlegbar.

Das Kind wird gezwungen, wesentliche Teile seiner selbst und seiner „Ich-Entwicklung“ abzuspalten und zu vermeiden. Leider bleibt das Kind meist trotz Sachverständigengutachten und trotz Gerichtsverfahren ungeschützt dem Aggressor (obsorgeberechtigter Elternteil) ausgeliefert, das Kind bleibt Besitz und Waffe.



Typische Verhaltensweisen entfremdender Elternteile und Institutionen wie Jugendamt, Verfahrensbeistand, Gutachter, Heim-und Wohngruppenpersonal (sofern das Kind fremduntergebracht wurde):


• Geschenke vom ausgegrenzten Elternteil an das Kind werden weggeschmissen und/oder zerstört bzw. zurückgeschickt. Das Kind wird indoktriniert (Gehirnwäsche)

• Es werden ärztliche Atteste verlangt, die beweisen sollen, dass das Kind nach den Besuchen beim ausgegrenzten Elternteil unangemessenes Verhalten hat.


• Die kreativen Möglichkeiten den ausgegrenzten Elternteil schlecht zu machen, sind unerschöpflich („aggressiv“, „gewalttätig“, „verrückt“, „geistig und körperlich behindert“, „asozial“, sexueller Missbrauchsvorwurf, nicht "erziehungsfähig" usw.).

• Jeder Wunsch des ausgegrenzten Elternteils um Verbesserung/Erhöhung der Besuchshäufigkeit, gemeinsames Sorgerecht, wird vom ausgrenzenden Elternteil oder mitmischenden Fremdinstitutionen als zu weitreichend und als zu früh abgetan.


   
Wie verhält sich ein PAS-Kind gegenüber dem abgelehnten Elternteil?
PAS wird als ein Syndrom verstanden, das mehrere gleichzeitig
auftretende Symptome aufweisen kann:

Eine Kampagne des Schlechtmachens: Das Kind blendet frühere schöne
Erfahrungen mit dem abgelehnten Elternteil vollständig aus, als ob
diese nie existiert hätten. Es beschreibt ihn als böse und gefährlich,
macht ihn sozusagen zur "Unperson". Bei näherem Nachfragen kann es
meistens nichts konkretisieren.

Absurde Rationalisierungen: Das Kind liefert für seine feindselige
Haltung irrationale und absurde Rechtfertigungen, die in keinem realen
Zusammenhang mit den tatsächlichen Erfahrungen stehen. Banalitäten
werden zur Begründung herangezogen: "Er hat oft so laut gekaut." Wenn
man Tatsachen richtig stellen will oder Fehlinformationen korrigiert,
kann das Kind diese nicht annehmen.

Mangel an Ambivalenz: Beziehungen zwischen Menschen sind immer
ambivalent. An einem Menschen gefällt einem dieses, jenes aber nicht.
Bei PAS-Kindern ist ein Elternteil nur gut, der andere nur böse, es
gibt für sie nur Schwarz oder Weiss. Das Symptom mangelnder Ambivalenz
ist ein besonders typisches Merkmal von PAS.

Reflexartige Parteinahme für den programmierenden Elternteil: Wenn die
Mitglieder der getrennten Familie gemeinsam angehört werden, ergreift
das PAS-Kind reflexartig, ohne Zögern und ohne jeden Zweifel für den
betreuenden Elternteil Partei, oft noch bevor überhaupt jemand etwas
gesagt hat.

Die Feindseligkeit wird ausgeweitet auf das gesamte Umfeld des
abgewiesenen Elternteils: Eltern, Freunde und Verwandte des
abgewiesenen Elternteils, zu denen das Kind bisher eine herzliche
Beziehung unterhielt, lehnt es nun plötzlich ohne plausiblen Anlass
ebenso feindselig ab wie den ausserhalb lebenden Elternteil. Die
Begründungen dafür sind ähnlich absurd und verzerrt.

PAS-Kinder haben keine Schuldgefühle gegenüber dem abgelehnten
Elternteil: Das Kind unterstellt dem abgelehnten Elternteil, er sei
gefühlskalt, der Kontaktverlust mache ihm gar nichts aus.

PAS-Kinder übernehmen "geborgte Szenarien": Sie schildern teilweise 
groteske Szenarien und Vorwürfe, die sie von den betreuenden
Erwachsenen gehört und übernommen, aber nicht mit dem anderen
Elternteil selbst erlebt haben. Meist genügt die Nachfrage "Was meinst
du damit?", um festzustellen, dass das Kind gar nicht weiss, wovon es
spricht.

Folgen des PAS für die Entwicklung des Kindes
Unter dem starken Anpassungs- und Loyalitätsdruck kann das PAS-Kind
keine autonome Individualität entwickeln. Das PAS-Kind verlernt, den
eigenen Gefühlen und Wahrnehmungen zu trauen. Die eigene Identität wird
zutiefst verunsichert. Es kann zu schweren Persönlichkeitsstörungen
kommen, zum Phänomen des falschen Selbst (man findet dies zum Beispiel
bei Essstörungen, Süchten u.a.). [7] Ungelöste Symbiose-Komplexe, wie
sie bei PAS vorliegen, sind der Kern der so genannten
"Ich-Krankheiten", dessen Spektrum von psychiatrischen Krankheiten über
das Borderline-Syndrom usw. reichen kann. In weniger gravierenden
Fällen sind die sichtbaren Folgen eher unauffällig, bedeuten aber
dennoch eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität des
Betroffenen. [8] Das Selbst des betroffenen Kindes wird durch die
fremdbestimmte, aktive Zurückweisung und Negativbesetzung eines
ursprünglich geliebten Elternteils noch tiefer geschädigt als durch den
Verlust an sich (wie zum Beispiel beim Tode). In der Pubertät wird
dadurch die Ablösung sowohl vom idealisierten betreuenden als auch vom
abgewerteten Elternteil erschwert bis unmöglich gemacht. Auch hier
können sich weitere langfristige Entwicklungsprobleme ergeben. [9]
Sozial Aktuell, Februar 2003

Störungen bei den persönlichen Kontakten - die Elternentfremdung

Das Parental Alienation Syndrome (PAS)

Von Ursula Birchler Hoop
    
Maßnahmen zum Wohl des Kindes müssen rasch ergriffen werden. Dem oder den PAS-Verursacher(n) müssen Grenzen gesetzt werden.


Bei Interventionen im Rahmen von Umgangs- und Sorgestreitigkeiten bedeutet dies, dem Ansinnen des ausgrenzenden Elternteils oder der Institution schon im Frühstadium dergestalt entgegenzutreten, dass ihm/ihr das Destruktive deutlich vor Augen geführt, das Unmoralische des Handelns betont wird und konsequente Sanktionen (Null-Toleranz) in Aussicht gestellt werden.
Erfährt der ausgrenzende Part keine Grenzsetzung, erlebt er dies im Sinne einer Belohnung und führt den Missbrauch ungehindert fort. 

Die Grundlagen wurden entnommen:
   

1.) der wissenschaftlichen Studie „Recht des Kindes auf beide Elternteile“ von Dr. Payrhuber vom 23. Juli 2008
2.) „Das elterliche Entfremdungssyndrom“ von Dr. Richard A. Gardner ISBN 3-86135-117-X
3.) „Kindeswohl und Kindeswille“ von Prof. Harry Dettendorn im Verlag Reinhardt, 2. Auflage, 2007 






Fast jede 2. Ehe in Deutschland wird geschieden. Im Jahr 2014 lebten in Deutschland 134.803 minderjährige Scheidungskinder.
Die Gesamtzahl der Trennungskinder ist nicht statistisch erfasst.


Mit der entgültigen Entscheidung zu Trennung oder Scheidung lassen sich Eltern oftmals viele Jahre Zeit. Die Begründung dafür liegt in erster Linie bei den gemeinsamen Kindern. Danach folgen Ängste um den finanziellen "Abstieg" und Verlust des "sozialen Status".

Fraglich ist, warum manche Elternteile, die sich für eine Trennung mit Kindern entschieden haben, sich dann anschließend einen erbitterten gerichtlichen Kleinkrieg um die Kinder liefern?

Die vollzogene Realität schmerzt und bringt häufig mit Wut und Enttäuschung zutage, was jahrelang unter dem Deckel der Fassade "heile Familie" gehalten wurde. Viele Eltern berichten, dass das Hinauszögern einer Trennung mit "Rücksicht" auf die Kinder, keinen Sinn gemacht hat. Die Annahme, ältere Kinder würden die Trennung der Eltern "besser wegstecken", ist leider ein Trugschluss. Auch die betroffenen Kinder merken frühzeitig, dass in der Beziehung der Eltern etwas nicht stimmt, können es aber nicht zuordnen und fühlen sich jahrelang schuldig und als auslösender Faktor. D.h. oftmals versuchen Kinder schon in den vorangegangenen Jahren vor dieser Entscheidung als Friedensstifter zu fungieren, ohne sich dessen bewußt zu sein. Dies ist natürlich nicht Aufgabe eines Kindes.

Beim Wegbrechen von Vertrautem und Gewohnheiten benötigen Eltern und insbesondere vorhandene Kinder, Sicherheiten und keinesfalls Loyalitätskonflikte und weitere Trennungsszenarien von Vater, Mutter oder beiden.
Die größte Sicherheit für Kinder ist, "Papa und Mama kümmern sich beide weiterhin um mich!"

Die meisten Elternteile regeln die anstehenden Dinge, wie gemeinsame Sorge, Aufenthaltsmodalitäten minderjähriger Kinder und Unterhalt einvernehmlich und eigenverantwortlich. Oftmals mit Hilfe einer Mediation .
In einem Mediationsprozess ist auch ausreichend Platz für Emotionen und ungeklärte Verletzungen und Kränkungen in einem diskreten Rahmen, der in einem Gerichtsverfahren mit einer Vielzahl familienfremder Beteiligter, keine Beachtung findet.



 


                                        Thema Mediation Klicke HIER für mehr



 

                                                            
WikiMANNia und SENSORIUM AG raten:
"Vermeiden Sie Richter, Rechtsanwälte und Helferindustrie, wenn Ihnen Ehe, Familie, Kinder und Privatsphäre etwas bedeuten."
"Gehen Sie den Familienzerstörern aus dem Weg, wann und wo immer es nur geht."

Wichtige Hinweise zum Familienrecht 
  1. "Nur das Familienwohl verwirklicht das Kindeswohl."
  2. "Familie und staatliches Gesetz passen schlecht zueinander. Das verbindende Prinzip der Familie ist die Liebe, das des Staates die Gesetzlichkeit. Dem Staat ist es nie gelungen, ein Familienrecht zu schaffen, das der Familie gerecht wird."
  3. "Um häusliche Verhältnisse, also die Familienverhältnisse, konnte vor einem Gericht nicht gestritten werden. Haus und Familie waren somit ursprünglich autonom und gerade dadurch Grundlage des Gemeinwesens."
  4. "Die Verrechtlichung ist Verstaatlichung der Familienverhältnisse und Auflösung der Familie in einzelne Rechtsverhältnisse. Das hat der Familie und dem Staat mehr geschadet als genützt."
  5. "Es kennzeichnet den totalen Staat, dass er die Menschen auch in den Familien reglementiert und das Familienprinzip zurückdrängt."
  6. "Die Ordnungsmacht beansprucht heutzutage auch in der Familie allein der Staat. Damit hat der Staat das wohl wichtigste Element der Gewaltenteilung beseitigt und sich vollends zum totalen Staat entwickelt." [1]

Zeit für Umsteiger - Wenn Arbeit glücklich macht





Hätte, würde, könnte. . . Berufstätige richten sich nicht immer, aber dennoch viel zu oft in der Mittelmäßigkeit ein. Sie haben einen klassischen, kräftezehrenden Nine-to-Five-Job, für den viele gute Gründe sprechen. 






Schließlich hat das „wahre Leben“, das meist erst 17.05 Uhr beginnt, seinen Preis. Der Arbeitsplatz gibt finanzielle und strukturelle Sicherheit. Das ist den meisten Menschen immens wichtig. Vor allem jenen, die eine Familie zu versorgen haben. Und auch diejenigen, die alleine leben, dabei keinen zu versorgen haben, aber für die auch niemand sonst sorgt. So verharren Menschen in Berufen, die nicht (mehr) zu ihnen passen.

Nur wenige Menschen schaffen es, ihre beruflichen Träume zu verwirklichen. Dabei gibt es gute Beispiele. Weiter zum Artikel 




 








Themenbereich Coaching Klicke hier für mehr



Christina Trautmann, Coaching für Schmerzpatienten, Systemischer Coach, MediAtorin, Mediation, Coaching, Sensorium AG   

Schmerzen bei Krebs: Was muss man aushalten, was nicht?



Während einer Krebserkrankung machen viele Patienten Erfahrungen mit Schmerzen. Den "typischen" Krebsschmerz gibt es jedoch nicht. Dazu sind die Auslöser zu unterschiedlich. Von Patient zu Patient verschieden sind auch die Wahrnehmung von Schmerzen und die individuelle Reaktion darauf.
Der Schock der Diagnose und psychische Belastungen durch die Krebserkrankung können zudem die bisherige individuelle Schmerzwahrnehmung verändern. 




Die psychische Situation löst bei vielen Menschen indirekt noch weitere Schmerzen aus, etwa stressbedingte Muskelverspannungen. Hinzu kommt: Kopf-, Rücken-, Gelenk- oder Bauchschmerzen hat fast jeder irgendwann – auch unabhängig von einer Krebserkrankung.

  • Manchmal ist es deshalb gar nicht so einfach, den genauen Auslöser von neu aufgetretenen Beschwerden herauszufinden.
Was man gegen die Schmerzen tun kann, hängt davon ab, ob die Schmerzen durch die Krebsbehandlung ausgelöst wurden – und damit womöglich nur vorübergehend bestehen -, oder ob der Tumor selbst zu Krebsschmerzen im engeren Sinn führt. Bei einigen Krebspatienten sind Beschwerden sogar der erste Hinweis auf die Krebserkrankung.
Wie tapfer muss man als Krebspatient sein, was muss man aushalten? Hier ist die Unterscheidung zwischen therapie- und tumorbedingten Schmerzen ebenfalls wichtig:

  • Bei einer schnellen Blutabnahme oder zum Beispiel beim Fädenziehen nach einer OP ist eine örtliche Betäubung meist wenig sinnvoll und kaum machbar. Trotzdem ist auch Fachleuten bewusst: Gerade solche vermeintlichen "Kleinigkeiten" können den Alltag von Krebspatienten belasten.
  • Bei anhaltenden oder bei besonders belastenden Schmerzen während einer Krebsbehandlung sollte man keine falsche Tapferkeit demonstrieren. Hat man Schmerzen, die man nicht aushalten will, darf und muss man das ansprechen - die Ärzte werden versuchen, zu helfen.
  • Echte Tumorschmerzen, bei denen eine Geschwulst auf umliegendes Gewebe oder Nerven drückt, müssen auf keinen Fall ausgehalten werden – dies kostet nur unnötig Kraft.
Falsch verstandene Tapferkeit ist hier nicht sinnvoll und auch nicht notwendig: Das "Schmerzgedächtnis" des Körpers würde lediglich dazu führen, dass sich die Beschwerden weiter verstärken und irgendwann auch verselbständigen. Und: Bei einer gut angepassten Schmerztherapie muss man auch keine Angst vor Benommenheit oder Abhängigkeit haben.
Wenn nach einer abgeschlossenen Krebsbehandlung plötzlich Schmerzen auftreten, bedarf dies ebenfalls der Abklärung durch den Arzt. Dies gilt auch, wenn man sich über längere Zeit nicht gut fühlt und die Schmerzen zwar nicht sehr ausgeprägt und stark, aber chronisch sind....

Gut informiert sein: Der erste Schritt zur Linderung von Beschwerden







Manchmal weiß man als Patient gar nicht so genau, womit man es zu tun hat: Woran erkennt man zum Beispiel, ob hinter den Rückenschmerzen das "Rheuma" steckt, das man schon öfter hatte, und nicht etwa Knochenschmerzen aufgrund von Metastasen? Oder dass die Schmerzen an der Injektionsstelle nicht von der Spritze, sondern von einer Infektion herrühren?
Hier hilft nur die Rücksprache mit den behandelnden Ärzten weiter. Auf keinen Fall sollte man versuchen, Schmerzen zu ignorieren, solange man nicht weiß, woher sie kommen.
Auch nicht gut: sich nur selbst zu behelfen, mit frei verkäuflichen Schmerzmitteln. Beides gilt sowohl für Schmerzen durch die Krebsbehandlung als auch für tumorbedingte Schmerzen.
Schmerzen sind ein Warnsignal. Sie zeigen an, dass im Körper etwas nicht stimmt. Wer bisher gesund war und nun erstmals ungewöhnliche Schmerzen hat, sollte daher nicht allzu lange mit dem Arztbesuch warten.

Für Krebspatienten gilt dies über das Ende der eigentlichen Krebsbehandlung hinaus. Die Ursachen neu aufgetretener Schmerzen sollte man immer abklären lassen.
Chronische Schmerzen verlieren dagegen ihre warnende Funktion. Umso wichtiger ist hier die Botschaft: Andauernde Schmerzen sollte man nicht tapfer aushalten, sondern mit den Ärzten über eine gute Schmerzlinderung sprechen.



Angst vor Schmerzen? Aktiv dagegen angehen!

 

Für Krebspatienten gilt aber auch: Die Angst, irgendwann einmal unter starken Schmerzen zu leiden, sollte nicht den Alltag bestimmen.
Warum dieser Hinweis? Das Thema Krebs bringen noch immer viele Menschen automatisch mit Schmerzen in Verbindung. Doch längst nicht jeder ist tatsächlich betroffen. Um sich nicht unnötig zu beunruhigen, sollte man die Angst vor Schmerzen auf jeden Fall mit den Ärzten besprechen. Sie können anhand der geplanten Behandlung und des aktuellen Krankheitsstadiums abschätzen, womit man rechnen muss - und womit nicht.
Die Ärzte können außerdem Ansprechpartner vor Ort nennen, die beim Umgang mit Schmerz und Leid und ganz allgemein bei der Krankheitsverarbeitung Unterstützung bieten.(Deutsches Krebsforschungszentrum)


Coaching für Schmerzpatienten Klicke HIER und HIER

Gerne auch Hausbesuche, privat, Hospiz, Klinik, Seniorenresidenz   

Die Seite Coaching für Schmerzpatienten wird hier fortlaufend aktualisiert

Christina Trautmann, Coaching für Schmerzpatienten, Systemischer Coach, MediAtorin, Mediation, Coaching, Sensorium AG  

Die Droge Leistung hat mich krank gemacht




Der Artikel ist ein editierter Auszug aus "Was bildet ihr uns ein? 

Burn-out gilt als Phänomen der Arbeitswelt. Doch bereits junge Menschen neigen zur krankhaften Überforderung. Ein Student schreibt, wie ihn der Stress krank gemacht hat.
Vor fast drei Jahren hatte ich ein Burn-out. Mein innerer Motor gab ruckartig seinen Geist auf, und das war für mich völlig unbegreiflich. 






Ich war Anfang 20 und voller Zuversicht, allen Herausforderungen im Leben gewachsen zu sein.
Gleich zu Beginn meines Studiums fühlte ich mich unterfordert. Also übernahm ich eine ehrenamtliche Tätigkeit nach der anderen – ob in studentischen Organisationen, in der Hochschulpolitik, in Sozialprojekten oder bei interkulturellen Jugendbegegnungen im Ausland. Jedem, der sich über mein enormes Pensum wunderte, erklärte ich aus tiefer Überzeugung, dass mein Engagement für mich eine Ehrensache sei.
Doch viel mehr sah ich meine ehrenamtlichen Tätigkeiten als Mittel zur Selbstoptimierung. Auf der Suche nach dem nächsten Projekt stellte ich mir stets zwei Fragen: Welche meiner Kompetenzen sollte ich noch ausbauen? Und: Wo finde ich die nächste Herausforderung, um meine Defizite zu beheben? Hatte ich das Gefühl, in einem Projekt nichts Neues mehr lernen zu können, verlor ich schlagartig das Interesse daran.
Ich verglich mich ständig mit anderen. Und da ich immer eine Person fand, gegenüber der ich bei mir Defizite sah, setzte ich mir immer wieder neue Optimierungsziele. Dieses Denken hatte mich durchdrungen. Ich war nicht mehr imstande zu hinterfragen. Mein Credo war: Wenn ich mir beinahe unerreichbare Ziele setze, erreiche ich effektiv mehr als bei realistisch gesetzten Zielen.
Da ich meinen zu hohen Erwartungen nie gerecht werden konnte, nahm ich auch Erfolge nicht mehr als solche wahr. Im Gegenteil: Ich sah überhaupt keine Fortschritte und deshalb keinen Grund, mich zu erholen, mich zu belohnen oder schlicht nichts zu tun. 


Thema Coaching Klicke hier für mehr

Thema Lifestyle Modifikation Klicke hier 

Häusliche Gewalt gegen Männer


"Frauen sind häufiger als Männer Ausübende körperlicher Partnergewalt, aber auch Ausübende von Gewalt gegenüber sonstigen Familienmitgliedern". (DEGS Studie Heike Hölling)

 

Studie des Robert Koch-Instituts 2013

Zu einem Ergebnis, das die üblichen Klischees noch deutlicher auf den Kopf stellt, kam das umfassendste Werk über Gesundheitszustand, Lebensqualität und Verhalten der Deutschen seit 1998. Die "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland", kurz DEGS des Robert Koch-Instituts (RKI) befand: Bei Konflikten in der Partnerschaft üben Frauen häufiger körperliche Gewalt aus als Männer. Dies gilt sowohl für körperlicher Gewalt - konkret war etwa nach Schlägen, Ohrfeigen, Tritten und an den Haaren ziehen gefragt worden - als auch für psychische Gewalt wie Beleidigungen, Bedrohungen, Beschimpfungen oder Schikanen. Dazu sagt Heike Hölling, Gesund­heits­wissen­schaftlerin und eine der Autorinnen der Studie, dass psychische Gewalt in ihren Folgen mindestens genauso dramatisch sein könne wie körperliche Gewalt. Und: Die Gewalt der Frauen richte sich nicht nur gegen den Partner, sondern auch gegen "sonstige Familienmitglieder", also etwa die eigenen Kinder. An der Befragung zum Thema "Gewalt" hatten knapp 6.000 Frauen und Männer über einen Zeitraum von drei Jahren (2008 bis 2011) teilgenommen. Man darf gespannt sein, ob die heutige Regierung bzw. auch ihre Nachfolger auf diese Erkenntnisse reagieren oder ob die oben zitierte Einschätzung von Hans-Joachim Lenz Bestand haben wird. (aus Wikkimannia)
 
Etwa eine Million Männer sind in Deutschland von häuslicher Gewalt durch Frauen betroffen

Als ihre Faust ihn zum ersten Mal trifft, denkt er, dass jetzt endlich alles gut werden kann. Er versucht nicht, sein Gesicht zu schützen, schließt die Augen, fünf oder sechs Mal schlägt sie zu, einmal, gegen die Schläfe, tut es richtig weh. „Danach hätte ich sie gerne in den Arm genommen“, erzählt er. Doch genauso plötzlich, wie sie begonnen hat, lässt sie wieder von ihm ab. Sie habe die Balkontür geöffnet, sich den Lehnstuhl in die Sonne gerückt, noch gerufen: Komm gar nicht auf die Idee, dich zu mir zu setzen. Also habe er sich ein Kühlpad aus dem Tiefkühlfach geholt und sich auf das Sofa gelegt.
Weiter zum Artikel 



Thema Coaching Klicke hier für mehr



Christina Trautmann, Coaching für Schmerzpatienten, Systemischer Coach, MediAtorin, Mediation, Coaching, Sensorium AG 

Burn-Out und Depression sind Normalzustand geworden





Beschleunigung, Stress, Orientierungslosigkeit und ein zunehmender Konsum-Burn-Out charakterisieren den Normalzustand moderner „Bequemokratien". Während des letzten Jahrzehnts hat sich die Menge an Antidepressiva-Verschreibungen in Deutschland verdoppelt. 









Wer einen Teil des ausufernden Konsum- und Mobilitätsballastes abwirft, ist davor geschützt, im Hamsterrad der käuflichen Selbstverwirklichung orientierungslos zu werden. Die Befähigung zum eleganten und Glück stiftenden Konsumieren bestünde also darin, sich jenes Wohlstandsschrottes zu entledigen, der nur unser Leben verstopft.
Elegante Genügsamkeit konfrontiert die verzweifelte Suche nach weiteren Steigerungen von Güterbesitz und Bequemlichkeit mit einer simplen Gegenfrage: Von welchen Energiesklaven, Konsum- und Komfortkrücken ließen sich überbordende Lebensstile und schließlich die gesamte Gesellschaft befreien?  Weiter zum Artikel 



Thema Coaching Klicke hier für mehr

Thema Lifestyle Modifikation Klicke hier



Christina Trautmann, Coaching für Schmerzpatienten, Systemischer Coach, MediAtorin, Mediation, Coaching, Sensorium AG   

Albtraum Traumjob – Durchhalten oder neu anfangen?




Autorin Doro Plutte über ihren Film

Eigentlich hat alles mit einem guten Freund meines Mannes angefangen. Der ist Rechtsanwalt und erzählt uns seit Jahren, wie unglücklich er in seinem Job ist. Ist doch ein toller Beruf, dachte ich immer. Eintreten für die gute Sache; wissen, was richtig ist; ganz zu schweigen von den, wie man als Außenstehender immer denkt, exorbitanten Verdienstmöglichkeiten. Dass es in Wahrheit ganz anders aussieht oder aussehen kann, habe ich erst im Laufe der Zeit verstanden. Und das hat mich neugierig gemacht.
Wie ist das mit den Berufen, die als ganz besonders erstrebenswert gelten? Mit Chirurgen, Piloten, Unternehmensberatern, Investmentbankern, Fotografen, Journalisten? Haben die es wirklich so viel besser als Leute in durchschnittlicheren Berufen? Oder wird sowieso überall gejammert, nur auf unterschiedlichem Niveau?
So habe ich mich auf eine ausgiebige Recherchereise durch die Republik, durch meinen Kreis von Bekannten und Bekannten von Bekannten und die Untiefen des Internets gemacht. Über einige Monate habe ich ständig Augen und Ohren offen gehalten, spontane Urlaubsbekanntschaften ausgefragt und facebook-Umfragen gestartet. Auf spannende Geschichten bin ich da gestoßen. Auf Menschen, die in den Berufen, die landläufig als Traumjobs gelten, glücklich und zufrieden sind. Auf Menschen, die in Berufen, die ganz und gar nicht als Traumjob gelten, glücklich und zufrieden sind. Und auf in unterschiedlichstem Maße Unzufriedene aus beiden Gruppen und allen dazwischen.


Themenbereich Coaching Klicke hier für mehr



 

Christina Trautmann, Coaching für Schmerzpatienten, Systemischer Coach, MediAtorin, Mediation, Coaching, Sensorium AG  

Patientenkompetenz / Die Heilkraft des inneren Arztes




 "Am Anfang ist das gebaute Haus und das Fundament noch wunderbar und gerade. Das wäre der gesunde Teil von einem selbst...und dann fängt man an sich an die anderen anzupassen...an die Erfordernisse dieser Familie dieser Schulklasse, dieses Kulturkreises und dieser Zeit, in die man gerade hereingeboren  wurde...und das macht man und macht man...





...und dann wird sozusagen das Haus immer schräger...und irgendwann wird´s wackelig...fängts an bröckelig zu werden und bricht zusammen...und dann ist irgendwas im Körper...entweder die Hüfte, der Rücken oder das Knie oder der Magen, das Herz...machts nicht mehr mit und hält die Belastung der Schrägheit, die Belastung dieses inzwischen so schräg gebauten Hauses nicht mehr aus. Das ist dann die Schwachstelle, an der man dann krank wird. Und dann gibts immer 2 Möglichkeiten. Man kann entweder das schief gewordene Haus mit Hilfe von Reparaturmassnahmen zu stützen...dann wird es so stehen bleiben können...und schöner finde ich die andere Variante: Dass man versucht nochmal zurückzugehen und dem Körper zu helfen, seine ursprünglichen Selbstheilungskräfte wieder zu finden." (Gerald Hüther Neurobiologe)
 

Wie unsere subjektiven Gedanken, Gefühle und Überzeugungen einen positiven Einfluss auf Krankheitsverläufe nehmen können. Denn auch immer mehr Patienten wollen wissen: Was kann ich selbst dazu beitragen, um wieder gesund zu werden?






 Themenbereich Coaching für Schmerzpatienten   
Klicke hier für mehr


Christina Trautmann, Coaching für Schmerzpatienten, Systemischer Coach, MediAtorin, Mediation, Coaching, Sensorium AG 

Schmerz - Schmerzgedächtnis - Psyche / Coaching für Schmerzpatienten



Einer Studie von Häuser, Schmutzer, Brähler, Hennigsen online 2014 publiziert, zur Folge, leiden
23 Mio Deutsche unter chronischen Schmerzen. 30,6% der Kinder zwischen 3-7 Jahren und 52,9% der Kinder zwischen 11-17 Jahren berichten über wiederkehrende Schmerzen in den letzten 3 Monaten


Was ist Schmerz?
Schmerzen gehören zum Leben. Es ist jedoch auch der Bereich an dem Psyche und Körper extrem aufeinander treffen und sich gegenseitig beeinflussen.

Akute Schmerzen erfüllen eine sinnvolle, lebenserhaltende Funktion: Sie dienen als Warnsignal und weisen den Körper auf Schädigungen oder Verletzungen von außen oder im Inneren hin.

Schmerz ist ein Gefühl, wird immer individuell wahrgenommen und ist keine mit einem Rezeptor oder medizinischem Gerät, erfassbare messbare Größe. Dafür gibt es Schmerztagebücher mit Schmerzskalen. Es gibt daher auch keine Schmerzrezeptoren sondern nur Nozizeptoren, die für die Schmerzleitung verantwortlich sind. Nozizeptoren sind freie Nervenendigungen, die auf verschiedene Reize reagieren und diese als elektrische Signale an das umliegende Gewebe weitergeben z.B. bei Hitze , Kälte, Druck, Durchtrennung und chemische Abläufe innerhalb und ausserhalb des Körpers. 
Umgangssprachlich (aber leider auch falsch) werden sie oft als Nozirezeptoren der Schmerzrezeptoren bezeichnet.


Versuchsweise einfach erklärt, wird bei Erregung der Nozizeptoren durch mehrere oder einzelne Auslöser und Reize, eine Entzündung am geschädigten Gewebe ausgelöst. Diese Entzündungs oder Schmerzmediatoren, für Interessierte sind dies beispielsweise : Prostaglandin, Histamin, Bradykinin, Serotonin verursachen typische Entzündungszeichen wie Schwellung , Rötung evtl. mit Fieber.

Diese Nozizeptoren schütten Botenstoffe aus, die zum Gefühl des Schmerzes führen und durch neuronale Reflexe (Domino Effekt) weitere `Schmerzrezeptoren´ anregen und auf neuronaler Ebene Entzündungen hervorrufen. Dies führt zur Verstärkung des Schmerzreizes.

Angrenzendes Gewebe um den Schmerzherd kann durch aussprossen der Nervenfasern zum Schmerzreiz angeregt werden und ebenfalls schmerzempfindlich werden, obwohl sich dort keine Verletzungen finden.

Ein Kreislauf, der dauerhaft zu weiteren Schmerzen, Stress, psychischen Belastungen, Schonhaltungen und Verspannungen führen kann.




Das Schmerzgedächtnis
Schmerzen können ein akutes, vorübergehendes Signal für eine Bedrohung des Körpers sein, sie können sich aber auch von einer Schmerzquelle ablösen, manifestieren und verselbstständigen. Schmerzen können lange im Gedächtnis bleiben, und sie können chronisch werden. Besonders bei diesem Prozess sind seelische und körperliche Vorgänge kaum voneinander zu trennen. Auch die wiederkehrende Angst vor dem Schmerz, öffnet die Tore für neue Schmerzsymptome und bleibt im Gedächtnis verankert. 
Die Folge ist eine chronische Schmerzkrankheit begleitet mit diffusem Dauerschmerz oder zeitweise heftigen Schmerzerlebnissen. Das Schmerzempfinden hat sich also vom eigentlichen Krankheitsverlauf und der Ursache abgelöst, agiert eigenständig und beherrscht den Alltag und schränkt den Betroffenen im Berufs-und Privatleben qualitativ erheblich ein. Durch das permanente Auslösen von Schmerzreizen wird im Rückenmark und Gehirn eine sog.Gedächnisspur hinterlassen. Das Schmerzgedächnis zeugt von einer krankhaften Veränderung der neuronalen Signalverarbeitung. 
Bei der Entwicklung von chronischem Schmerz spielt die psychische Verfassung inkl. Lebensführung wie die sozialen Interaktionen und Kompetenzen, auch sich selbst gegenüber eine wichtige Rolle.

Das Schmerzgedächtnis zu löschen gestaltet sich trotz guter Ansätze und positiver Studienverläufe mit hochdosierten kurzzeitig wirksamen Opiaten als schwierig. Und so kommen bei kompetenten mündigen Patienten, die ihr Schmerzleiden auf jeden Fall lindern und diesem Kreislauf entkommen wollen, Stressbewätigungsstrategien, Schmerzmanagement und Veränderungen im Lebensstil mit neuen positiven Sichtweisen in betracht. 


Schmerz & Psyche
Gedanken prägen und verändern die Hirnstruktur. Die Vernetzungen der Nervenzellen untereinander werden durch positives Denken und Erleben anders verändert als durch das Kreisen in negativen Gedanken. Das betrifft auch das Schmerzerleben. Psychischer Dauerstress, mit oder ohne Schmerzen gilt als wesentlicher Faktor für zahlreiche weitere Erkrankungen, verändert die Gene und verändert den gesamten Organismus. 
Eine weitgehend psychische Stabilität vermindert das Schmerzempfinden enorm.

Schmerz ist individuell und nur subjektiv wahrnehmbar. Deshalb erlebt auch jeder Schmerzen unterschiedlich. Chronischer Schmerz ist kognitiven Einflüssen unterlegen und der Motivation, ihm sinnvoll zu begegnen. Insbesondere dem psychosomatischen Schmerz oder beispielsweise Gelenk/Rückenschmerzen auf Grund von Fehlbelastungen und psychischen Komponenten, ist nicht wirklich mit medikamentöser Therapie beizukommen. Eine Lifestyle Modifikation unter Einbeziehung der sozialen Indikatoren, erzielt nach heutigem Wissen, deutlich bessere Ergebnisse.



Gerade bei schweren Erkrankungen sowie Krebserkrankungen, nach infausten Diagnosen mit Tumorschmerz, entwickeln Patienten eine enorme PatientenKompetenz , self empowerment und Veränderungswillen des Zustandes. Im Wissen über ihre Autonomie und Prognosen, wird auch hier gerne eine Lifestyle Modifikation und Beratung positiv begleitend in Anspruch genommen.



Häufig gestellte Fragen:

Wie kann ich trotz Erkrankung/Schmerz gut leben?

Wie werde ich mit dieser (neuen) Herausforderung fertig?


Was kann ich selbst tun, körperlich und seelisch in den  Heilungs/Veränderungsprozess einzugreifen?


Welche Sorgen und Gedanken sind berechtigt, welche hausgemacht und für meine derzeitige Situation nicht unbedingt förderlich und angebracht?




Coaching für Schmerzpatienten wird hier fortlaufend aktualisiert



Themenbereich Coaching Klicke hier für mehr







© Christina Trautmann
Christina Trautmann, Coaching für Schmerzpatienten, Systemischer Coach, MediAtorin, Mediation, Coaching, Sensorium AG, Familienrecht